Charlin´s Kinder-Herz-Seite

Charlin und der Herzfehler



Besonders wichtig ist es uns mit dieser Seite Familien anzusprechen, die wie wir auch,
mit "nicht alltäglichen Dingen" konfrontiert sind.
In diesem Fall ist es unsere Tochter Charlin die einen nicht ganz einfachen Weg bestreiten muß.
Sie ist mit einem AV-Block III und ASD II gebohren worden.
Es wurde sehr frühzeitig noch vor ihrer Geburt festgestellt das sie sehr ungewöhnlich niedrigen Herzschlag hat.
Etwas unter der hälfte in der Schlaganzahl.
Zahlreiche Kardiologische Untersuchungen ergaben dann,was wir befürchtet hatten, es liegt ein AV-Block vor.
In Ihrem Fall bedeutete das: Beide Herzhälften können nicht miteinander komunizieren, schlagen unterschiedlich,
ein geregelter Durchfluss in den Körperkreislauf kann nicht so stattfinden wie es sein sollte.
Es äußert sich in einem sehr geringen Herzschlag um die 55 bis 65 Schläge statt eigentlicher 130 bis 140 Schlägen in der Minute.

Zudem wurde nach der Geburt das eigentliche Ausmaß des ASD II festgestellt.
Das Loch zwischen den beiden Herzhälften hatte doch ein erhebliches Ausmaß, an einen Katheter-Eingriff war also zunächst nicht zu denken.
Im Zusammenspiel ergab sich also für den kleinen Kreislauf nun folgendes Bild:
Ein zu geringer Herzschlag und eine Versorgung des großen Blutkreislaufs durch den kleineren Lungenkreislauf.
Nur jeder zweite Herzschlag versorgte also den großen Kreislauf wenn man es mal ganz einfach ausdrücken möchte.

Nun sollte man denken ein Kind mit diesen Voraussetzungen hat schon "Startschwierigkeiten" wenn es das erste mal das Licht der Welt erblickt.
Charlin belehrte und eines besseren.

Ihr ging es wirklich verhältnismäßig gut nach der Geburt, die für alle etwas anstrengender war als für die kleine Maus.
Sanft wurde sie per Kaiserschnitt geholt. Jeglicher Stress für ihren Kreislauf wurde vermieden.
Eine rosige Haut, keine blasse Gesichtsfarbe oder dunkle Augenränder, nichts was wir alle erwartet hätten.
Es war sogar noch Zeit die kleine Maus, sehr kurz aber immerhin, noch zu begrüßen.
Dann ging es aber sofort auf die Intensivstation.

Viele Untersuchungen nahmen ihren Lauf... viel ängstliche Stunden... was wird jetzt wohl mit ihr passieren ? ...
Immer wieder Fragen über Fragen...
Dann begann für uns alle ein weiter Weg. Den wir bis heute gehen.

Überrascht waren wir als schon nach wenigen Stunden auf der Intensivstation klar war das sie ersteinmal
gut und ganz alleine ohne Hilfe und Medikamente ziemlich fitt war.
Ihr kleiner Körper kam mit dieser Art der Kreislaufversorgung ganz gut aus. Es reichte ihr völlig was ihr Herz da erbrachte.
Nach allen Untersuchungen die so möglich waren wurde ein sofortiger Eingriff ersteinmal ausgeschlossen.
Ein Eingriff zu einem späteren Zeitpunkt, so sagten die Ärzte, ist sinnvoller. So klein wie sie war und so leicht ... soviel Energie erbrachte sie auch schon.
So ließ man sie also ersteinmal etwas größer und stabiler werden.
Immer auf den Zeitpunkt wartend wann der der Moment gekommen ist, der für eine OP der optimale zu sein scheint.

Wir wurden viele Monate Dauergast in der Kardiologischen Ambulanz und beim Kinderarzt...
Immer die Angst vor dem nächsten Befund...
Immer die Hoffnung den richtigen Moment nicht zu verpassen... aber auch nicht zu früh etwas zu riskieren.
Vertrauend auf unsere Ärzte das sie das Richtige entscheiden würden.

Auf den folgenden Seiten möchte ich diesen Verlauf Dokumentieren... Unsere Erlebnisse festhalten und teilen mit Euch.



















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